Das Informationsportal ist ein Aspekt politischer Praxis und sollte in dieses Gesamtkonzept(Artikel noch nicht geschrieben) eingeordnet werden.

Was ist ein Informationsportal?

Portale sind in der Architektur große Eingänge, sie sind der Zugang beziehungsweise auch der Blick durch sie erlaubt Sicht auf eine weitere Welt dahinter.
Im Internet sind Portale Webseiten auf welchen Links zu anderen Webseiten aufgeführt werden. Es sind sozusagen Listen von Links. Diese können offen oder geschlossen sein sich also auch dementsprechend häufig ändern oder eher statisch bleiben.
Ein Informationsportal als Teil einer politischen Praxis muss aber nicht digital bleiben - im heutigen Zeitalter ist es zwar sinnvoll immer viele und leicht zugängliche Informationsportale zur Verfügung zu stellen, doch haben auch die Infoläden ihre Berechtigung und einen persönlicheren Zugang zu Menschen.
Allgemein kann auch jede andere Form von ausgelegten Flyern als Infoportal betrachtet werden.

Funktion und Nutzen

Ein Informationsportal benötigt einen Host - sprich eine Moderation - und hat Nutzer*innen. Dabei können sich Hoster*innen und Nutzer*innen überschneiden. Bleiben wir beim virtuellen Beispiel so kann zum Beispiel ein Peer-To-Peer Netzwerk (alle Nutzer*innen stellen gleichzeitig den Zugang zum Netzwerk dar) auch technisch alle Nutzer*innen zu Hoster*innen machen. Die Hoster*innen (ob Kollektiv oder Individuum) setzen zudem die Regeln eines Portals fest. Z.B. kann ein Infoladen oder eine Linkliste im Internet offen für alle Informationen sein die Nutzer*innen abgeben bzw. einsenden oder allein die Moderation sorgt für den Inhalt des Portals.
Zudem legt die Moderation fest welcher Inhalt im Portal erlaubt ist. So kann es für Nutzer*innen z. B. teilweise sinnvoll sein sehr thematisch eng gesteckte Infoportale zur Verfügung zu haben aber auch sehr thematische offene Portale bieten Vorteile - wie z. B. für Einsteiger*innen.

Ein Informationsportal benötigt keine Identifikation mit der dort anwesenden Gruppe der Nutzer*innen. Dadurch können auch eher konträre Einstellungen in einem Portal zusammenlaufen und Material der jeweils anderen Position einsehen - doch ist ein Infoportal auch keine Diskussionsplattform. Zwar kann (z. B. im Internet in der Kommentarspalte oder im Infoladen nebenher) eine Diskussion entstehen doch ist es nicht das Hauptaugenmerk, vielmehr soll Information möglichst schnell verbreitet werden und zwischen ansonsten nicht so stark vernetzten Gruppen eine schwache Bindung entstehen.
Es soll also Information zu theoretischem Werk aber auch zu anstehende Aktionen (Demonstrationen, Kneipenabend, Vorlesung) sowie in diesem Moment laufenden Aktionen (während einer Demonstration, Angriff auf eine Unterkunft) bestmöglich und weit verteilt werden.

Neu und betrachtenswert sind Netzwerke die sich über Hashtags (#) formieren. So ist z. B. das Twitter-Netzwerk bereits jetzt ein schwer zu kontrollierendes multiples Netzwerk. Es wird dadurch multiple, weil sich durch die Verwendung von Hashtags (z. B. bei Aktionstagen wie dem 12.09 bei einem Naziaufmarsch in Hamburg #hh1209) direkt neue Netzwerke formieren und sich auch schnell wieder auflösen. Diese Dynamik bereitete Regierungen schon Probleme, denn allein durch Blockieren eines Hashtags formte sich das Netzwerk einfach erneut zu einem neuen Hashtag. Allein durch Blockieren der gesamten Webseite Twitter kann z. B. die Türkei eine Kontrolle darüber erlangen.
Doch formieren sich auf Twitter auch weitere Portale durch dem „Folgen“ von anderen Accounts kann sich jede*r Nutzer*in ihr*sein eigenes Infoportal aufbauen in dem nur die gewünschten Informationen auftauchen.
Ein weiterer bzw. sicherer Schritt wäre es noch ein solches Netzwerk Peer-To-Peer aufzubauen.