Anmerkung: Ich betrachtete KIZ schon damals als sexistisch, habe aber erst jetzt den Umgang damit gefunden mich davon abzugrenzen, in dem Sinne, dass ich diesen Sexismus/Genderismus nicht unkommentiert lassen will und den meisten ihrer Liedern nicht verbreiten will.

Wir bräuchten dringend eine neue Utopie. Immer wieder höre ich von Philosophen in Interviews diesen Wunsch.
Es scheint das ureigene Problem unser modernen Gesellschaft geworden zu sein, die Fähigkeit zu Utopiebildung verloren zu haben - wenn nicht die Fähigkeit daran zu glauben.
Nach dem Grundsatz jedem nach seinen Bedürfnissen liefert K.I.Z mit seinem neuesten Titel Hurra die Welt geht unter einen bizarren und zugleich faszinierenden Beitrag zu diesem Bedürfnis.

Deutlich im Musikvideo und Text erwähnt zerstört eine Atombombe die bekannte Welt und gibt anarchistischen Idealen Raum zu wachsen. Nachdem die bekannte Zivilisation zerstört scheint sind die Übel der Welt in Form von Geld, Fremdbestimmung und Gewalt Vergangenheit.
Im Liedtext wird allein der Zerstörung des Alten (Und wir singen im Atomschutzbunker, Hurra diese Welt geht unter - auf den Trümmern das Paradies) eingeräumt die Möglichkeit zu bieten diese Ideale zu verwirklichen. Das dabei angewandte Spiel von Utopie und Dystopie eröffnet eine traurige Sichtweise auf das was geblieben ist von den Träumen der Menschen. Wenn die größte Angst der Menschen, die Apokalypse, in Form eines Atomkriegs von einer Utopie der Misantropen zu einem offen geäußerten Wunsch Nations- und Kapitalismusgegnern wird, erscheint die Hoffnungslosigkeit grenzenlos.

Und doch kann ich mich dem Reiz nicht verschließen...

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